Bangkok

© duron12345 – Fotolia.com, Bangkok beim Neujahrsfest

Spätestens seit ich den Film Hangover 2 gesehen habe, bin ich verrückt nach Bangkok. Die Stadt der Engel ist seit 1782 die Hauptstadt Thailands und hat über 8 Millionen Einwohner. Die Provinz sogar 14 Millionen. Mit dem größten Nationalmuseum in ganz Südostasien ein muss für alle Museumsfans. Der krasse Unterschied zwischen ruhigen, paradisgleichenden Orten und den extrem lauten, überfüllten, mit Abgasen bewölkten Hauptsraßen machen den besonderen Charme von Bangkok aus. Verrückte Dinge wie Tuk Tuk Taxis und Affendiebe sind hier so normal wie für uns das schlechte deutsche Wetter.

Durch den Monsum von Mai bis Oktober ist es nicht zu empfehlen die Stadt währenddessen zu besichtigen. Besonders im September und Oktober gibt es viele Überschwemmungen. Empfehlenswert ist es zum chinesischen Neujahrsfest nach Bangkok zu reisen, da dieses 3-tägige Fest ein riesengroßes Spektaktel bietet. Auch das Wetter ist in dieser Zeit eher zu ertragen. Insgesamt wird es in Bangkok nie kälter als 20 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Während meiner Recherche wird mir immer klarer: Bangkok bietet viele Sehenswürdigkeiten (my-entdecker.de) und ich plane mich für mindestens eine Woche in Bangok aufzuhalten, um alles sehen zu können.

 

 

Die Bücher der besten Buchverfilmung

Sieht man sich das TV Programm heute abend auf TV Digital an, kann man als Fan von Büchern und guten Geschichten oft nichts finden, dass sehenswert wirkt. Serien wie Two and a Half Men oder 2 Broke Girls sind zwar unterhaltsam, kommen im Vergleich mit witzigen Büchern wie Per Anhalter durch die Galaxis eher schlecht weg.
Ich möchte euch für solche Abende das perfekte Buch vorstellen: Das Lied von Eis und Feuer, manchen vielleicht besser bekannt, als die Vorlage für Game of Thrones. Game of Thrones ist die beste Buchverfilmung die es gibt, aus dem einfachen Grund, dass die Verfilmung in Serienformat geschicht – pro Buch haben die Direktoren also 10 Stunden Zeit für Charakterentwicklung, Story und Atmosphäre – Zeit, die in den meisten Buchverfilmungen leider fehlt, selbst in Giganten, wie der Herr der Ringe – Trilogie.
Da aber selbst die englische Ausgabe von Game of Thrones erst bei Staffel 3 angekommen ist (bei zur Zeit 10 erschienen Büchern, sollte man sich auf jeden Fall die Bücher besorgen – bei der Geschichte, die in diesen Büchern erzählt wird, will man keine Sekunde warten, bis man den nächsten großen Plotpunkt erreicht.

mein eigenes Schaffen

© lassedesignen – Fotolia.com

Sobald man sich intensiv mit Literatur beschäftigt, dadurch seinen Sinn für Ästhetik und mäandernder Gedankengänge schult, kommt irgendwann der Punkt, an dem man selbst zur Feder (oder zur Schreibmaschine oder sogar zur Tastatur) greift und seine ersten literarischen Gehversuche unternimmt. Im Moment lese ich viel von Knut Hamsun (“Hunger”), Louis-Ferdinand Céline (“Reise ans Ende der Nacht”), Charles Bukowski (“Der Mann mit der Ledertasche”) und John Fante (“Ask the Dust”).

Allesamt Klassiker der Underdog-Literatur, d.h. es werden Charaktere porträtiert, die vom normalen gesellschaftlichen Leben ausgestoßen wurden, niemals Zugang dazu hatten oder sich immerhin so fühlen. Das ist wohl ein Gefühl, dass jeder irgendwo her kennt und ich denke, dass diese Autoren sich sehr in der kargen Gefühlswelt des nüchternen Alltagsdaseins auskannten. Aus welcher Ecke auch immer diese Texte kommen, ich habe nun meine eigenen Bilder zu Papier gebracht. Letztens habe ich auf dem Flohmarkt eine Schreibmaschine gekauft und darauf geschrieben, so ist man irgendwie näher am Text man spürt das Gewicht von jedem Wort. Um die einzelnen Zettel dann zu binden, habe ich diese abfotografiert und dann als Fotobuch bestellt. Hier ein kurzer Auszug aus meinem Schaffen:

Skizze einer Abreise
Dunkel war der Hafen, schwer atmeten die
Arbeiter. Jemand hatte einen Weihnachtsbaum auf
einem der Verladekräne platziert. Hoch oben über
den Containerschiffen leuchtete seine Lichterkette.
Wie glühender Zuckerguss verschmolzen die
Lichter des Baumes mit der milchigen, in finsteren
Ecken undurchdringlichen, Winterluft. Ein Himmel
voller finsterem Schnee thronte über diesem
Adventsabend und man hatte das Gefühl sich
ducken zu müssen, so niedrig hingen die
Wolkentrümmer über dem Hafen.
Ich trank meinen Tee im Pausenraum, einer
schlecht beheizten Baracke tief unter der
Autobahnbrücke. Der Raum war stets erfüllt von
einem dichten Klangteppich. Ein tiefes Dröhnen, als
wäre man unter einer Schicht von Granit und Lehm
verschüttet und man würde weit entfernte Wellen
hören, die unvorstellbare Wassermassen durch das
Gestein drücken. So stellte ich mir den Herzschlag
des Universums bei einem Infarkt vor.

Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Es geht um Fjodor Dostojewski, dem russischen Autoren und sein Werk mit dem wunderschönen Namen “Aufzeichnungen aus dem Kellerloch”. Darüber hinaus um mich, den Geisteswissenschaftler in mir.

“Aufzeichnungen aus dem Kellerloch” ist für die meisten ein eher untypisches Werk von Dostojewski, was wohl vor allem seiner relativ kurzen Länge verschuldet ist. Denn es ist ein “typischer Dostojewski” insofern, als das es eine psychiologische Charakterstudie darstellt. Vor allem im ersten Teil erfährt man viel über den namenlosen Ich-Erzähler, der im zweiten Teil schildert, wie er zu eben diesem Menschenfeind, welchen wir antreffen, geworden ist. Es ist darüber hinaus ein gesellschaftskritischer Roman. Bei weitem nicht so wortreich wie Dostojewskis berühmteres Werk “Schuld und Sühne”, aber gerade die dichterische Prägnanz macht dieses Buch so unheimlich lesenswert.

Ohne zuviel vorweg zu nehmen – der namenlose Erzähler wurde zu dem gemacht, was er ist, er ist ein Opfer, ein Ergebnis der Gesellschaft, welche ihn verschmäht, als unwürdig ablehnt.

Was mich zu mir führt. Nein, ich fühle nicht wie der Protagonist, doch manchmal, also manchmal…Es sind die Tage, in denen ich mein Studium benenne und belächelt werde, gefragt werde, was ich denn für die Gesellschaft leiste, mit dem, was ich mache. Muss denn alles einen Nutzen haben? Und wann ist Humanismus unnütz geworden?

Vielleicht erinnert ihr euch an meinen letzten entry, in dem ich über “Er ist wieder da” herzog. Vielleicht brauchen viele Menschen doch manchmal die Holzhammermethode, damit ihnen klar wird, dass es im Leben um mehr geht als um Geld, Karriere und Macht, sondern auch um Liebe, Fürsorge und Humanität.

Unterschrift von Dostojewski

 

 

“Er ist wieder da”

Damit nicht der Eindruck entsteht, ich würde mich ausschließlich mit toten Literaten beschäftigen, möchte ich mich heute eines aktuellen Buchs in einer ebenso zeitgenössischen Darstellungsform widmen. Es geht um das Hörbuch zu Timur Vermes’ Roman “Er ist wieder da”, das zumindest in der Kalenderwoche 8 sowohl als gebundene Ausgabe als auch in Hörbuchform Nummer 1 der Spiegel-Bestseller-Liste war. Und auch ich habe es mir angehört.

Das Buch handelt von Deutschland im Jahre 2012, indem der NSDAP-Vorsitzende und Präsident des 3.Reiches, Adolf Hitler, mitten auf einer Wiese in Berlin aufwacht. Und Karriere macht. Sprecher ist Rainer Maria Herbst, genau, “Stromberg”. Leider spricht er das ganze Hörbuch lang mit dem unverkennbaren Akzent von Adolf Hitler, was mich bereits nach einer halben Stunde extrem nervte. Nun, jedem das seine, mir gefiel es nicht.

Wahrscheinlich ist das Buch gesellschaftskritisch. Eine Gesellschaft, in der selbst ignorante und kranke Wesen wie der ehemalige “Führer” eine Karriere einschlagen können, ist eine Gesellschaft, welche gefährlich ist. Und schwach. Es scheint, als sei es die Intention des Autors darauf hinzuweisen, dass es in Deutschland jederzeit wieder zu einer Zeit wie der zwischen 1933 – 1945 kommen könnte. Die Warnung wäre ja nicht schlecht, aber warum denn unbedingt mit dieser Holzhammermethode? Warum nicht die Signale wahrnehmen und subtil verändern, so wie es einst Thomas Mann in seiner Erzählung ”

© Shcheglov | Stock Free Images & Dreamstime Stock Photos

” tat?

Die überdrehten Charaktere nehmen dem Buch die Brisanz, die es als Idee bestimmt einmal hatte. Lacher auf Teufel komm’ raus zu produzieren, kommt schon bei Mario Barth nicht unbedingt gut an, und ebenso ist es in der Literatur. Ich halte es wie Denis Scheck, der das Buch als nicht lesenswert befand. Ich befinde es als nicht hörenswert.

Der Barde

Bild von commons.wikimedia

Nein, es soll sich bei diesem Entry nicht um mittelalterliche Dichtkunst drehen, sondern um einen der berühmtesten Dramatiker der Welt: William Shakespeare. Vor allem in anglophonen Ländern wird er oftmals einfach nur als “der Barde”, bzw. “the bard” bezeichnet, was seine Sonderstellung in der anglophonen Literatur zur Schau stellt. Sein internationaler Ruf ist ebenfalls tadellos, denn kaum ein anderer Schriftsteller ist ähnlich bekannt wie William Shakespeare. Ähnlich wie Johann Wolfgang von Goethe in Deutschland, Mouliere in Frankreich, Leo Tolstoi in Russland oder Henrik Ibsen in Norwegen ist er weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und gehört unumstritten zu einer der literarischen Größen des westlichen Kulturkreises.

Vor allem die Bühnenstücke Shakespeares sind weltweit berühmt. Wer hat nicht schon einmal die berühmten Worte “Sein oder Nicht-sein, das ist hier die Frage” gehört? Dieses Zitat ist der Beginn des wohl bestbekannten Monologs der Theatergeschichte. Hamlet, Prinz von Dänemark, fragt sich, welchen Weg er einschlagen soll. Weitere berühmte Werke, von denen fast jeder Mensch zumindest einmal gehört hat, sind “Othello”, “Macbeth” und natürlich die wohl berühmteste Liebesgeschichte aller Zeiten, “Romeo und Julia”. Auch wenn die Sprache Shakespeares nicht mehr zeitgemäß erscheint, lohnt es sich allemal, die Texte zu lesen. Vor allem im Original entfaltet Shakespeares Sprache einen Humor, der weit über die Komödien hinausgeht. Man muss nicht unbedingt “Ein Sommernachtstraum” oder “Der Widerspenstigen Zähmung” lesen, um lachen zu können. Meines Erachtens ist es ausgerechnet eines von Shakespeares Römerdramen, nämlich “Antonius und Cleopatra”, welches zu Beginn zum Schmunzeln anregt. Der clevere Sarkasmus von Cleopatra sucht in der Literatur seinesgleichen.

Doch nicht nur die Bühnenstücke Shakespeares begründen seinen Ruhm. Die Sonette gehören nicht nur zu den bekanntesten ihrer Art, sondern zu den weltweit berühmtesten Gedichten der Welt. Vor allem die sogenannten “Dark Lady-Sonette” beschäftigen Literaturwissenschaftler bis heute, denn die große Sexualität, die in diesen beschrieben werden, waren zur Zeit ihrer Veröffentlichung einzigartig.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig Interesse an Shakespear wecken. Natürlich gäübe es noch viel mehr zu sagen, aber warum lassen wir den Barden nicht einfach für sich selbst sprechen?